
„Bad Überkinger Herbstgespräche“
Engagiert für hohe Ausbildungsqualität:
„Bad Überkinger Herbstgespräche“
– Seminare über Ausbildungsfragen
Schon frühzeitig engagierte sich die Meistervereinigung Gastronom in besonderer Weise für die Ausbildungsqualität in ihren Mitgliedsbetrieben, und bis heute gehört aktive Nachwuchsförderung zu den Kernanliegen der MVG.
Der ehemalige Vorsitzende Eugen Heubach schildert im nachfolgenden Beitrag die Idee und Durchführung der „Bad Überkinger Herbstgespräche“ – einer wegweisenden Initiative, die in den späten 1980er Jahren ihren Anfang nahm:
Im Herbst 1987 hatte es sich der Vorstand der Meistervereinigung unter Federführung des damaligen Vorsitzenden Dieter Wägerle zum Ziel gemacht, allen Unternehmen der MVG einheitliche Informationen, Leitfäden sowie Seminare anzubieten, um die Ausbildung in MVG-Betrieben unternehmensübergreifend auf ein einheitliches hohes, meisterliches Niveau zu heben.
Bereits im Januar 1988 fand mit Lehrkräften der Landesberufsschule Bad Überkingen, Vertretern der IHK Stuttgart und der MVG ein erstes Gespräch über das Thema „Ausbildung“ statt. In den darauffolgenden Monaten erarbeiteten die beiden Vorstände Dieter Wägerle und Eugen Heubach erste Konzepte.
Am 3. Oktober1989 folgte dann schließlich für die Mitglieder der MVG eine Veranstaltung an der Landesberufsschule Bad Überkingen mit Vorträgen und praktischen Vorführungen des Küchenfachlehrers Karl Heinz Starke und des damaligen Schulleiters Jörg Hanke. 65 Kollegen der MVG regten dabei eine lebhafte Diskussion über den Berufsschulunterricht und vieler Ausbildungsfragen an.
Man kam überein, jährliche Tagesseminare über Ausbildungsfragen und Prüfungsabläufe abzuhalten. Teilnehmer sollten neben den Mitgliedern der MVG und der Landesberufsschule auch Vertreter der IHK und des Hotel- und Gaststättenverbandes DEHOGA Baden-Württembergs sein.
Den teilnehmenden Mitgliedern der MVG sollte mit diesen Seminaren eine einheitliche und offene Abschlussprüfung für Köche präsentiert werden.
Am 2. Oktober 1990 startete dann im Bad Hotel in Bad Überkingen das erste Seminar in Form der „Bad Überkinger Herbstgespräche“ mit dem Leitsatz: „Meisterbetriebe sichern die Zukunft durch eine gute Ausbildung.“
Vorstandsmitglied Eugen Heubach erstellte hierzu ein umfangreiches Handout mit Arbeitsblättern.
Die Resonanz auf dieses Seminar war überwältigend, so dass von da an jährlich die „Bad Überkinger Herbstgespräche“ ins Jahresprogramm der MVG aufgenommen wurden.
Zum Seminar am 28. 10.1992 wurde ein neuer Slogan vorgestellt, der bis 1994 Leitbild der „Bad Überkinger Herbstgespräche“ war:
„Wir machen Meisterküche. Wir machen Meisterköche“
In den Seminaren wurden aktuelle Themen diskutiert und Verbesserungsvorschläge entwickelt, die an die entsprechenden Institutionen weitergeleitet und vielfach auch umgesetzt wurden.
Namhafte Vertreter u.a. der IHK Region Stuttgart mit ihren Bezirkskammern, des DEHOGA Baden-Württemberg und des Verbands der Köche Deutschlands konnten als Referenten gewonnen werden.
Namentlich seien hier beispielhaft erwähnt:
– Siegfried Schaber, Präsident des Verbands der Köche Deutschlands
– Ernst Fischer, Präsident des DEHOGA Baden- Württemberg
– Eva Rühle, Vorsitzende des DEHOGA-Berufsbildungsausschusses
– Willy Ebinger, Ausbildungsleiter für Gastronomieberufe der IHK Stuttgart
– Karl Otto Schmidt, Hotelfachschule Aalborg, Dänemark
– Klaus Stahl, Leiter der Küchenfachlehrer, Landesberufsschule Bad Überkingen
Engagiert für die Ausbildung
Auch heute engagiert sich die Meistervereinigung Gastronom im Rahmen ihres Projekts „Meisterlich ausbilden“ in besonderer Weise für Ausbildungsqualität und bietet unter anderem Fachseminare für Auszubildende aus Mitgliedsbetrieben an.
„Meisterlich Ausbilden“ ist eine Qualitätsoffensive in der Kochausbildung exklusiv für Mitglieder der MVG, die z. B. Seminare und Schulungen umfasst, in denen das Grundwissen der ersten beiden Ausbildungsjahre vertieft und gefestigt wird.
Die Seminarreihe endet mit einer intensiven Vorbereitung auf die Abschlussprüfung. Das Ziel ist es, den Berufsnachwuchs bestmöglich und zeitgemäß während der Ausbildung zum Koch zu begleiten und somit Attraktivität der Ausbildung in einem Meisterbetrieb zu unterstreichen.