
„Der Meisterbrief“: die MVG-Zeitschrift
Öffentlichkeitsarbeit und Imagepflege für die gastgewerbliche Branche und meisterliche Kochkunst: Mit diesem Ziel wurde 1987 die Vereinszeitschrift „Der Meisterbrief“ als eigenes Presseorgan der Meistervereinigung Gastronom gegründet.
Eugen Heubach berichtet von den Anfängen dieses bis heute erfolgreichen Projektes.
Dem unermüdlichen Einfallsreichtum von Dieter Wägerle, MVG-Vorsitzender von 1986 bis 1992, ist unter anderem auch die Entstehung der MVG-Zeitschrift „Der Meisterbrief“ (seit 2002: „Meistermagazin“) zu verdanken.
Dieter Wägerle hatte mich Anfang 1987 damit beauftragt, mit meinem Freund Hugo Matthaes, Inhaber des gleichnamigen Gastronomieverlages in Stuttgart, Kontakt aufzunehmen und mit ihm die Möglichkeiten für den Druck und die satztechnische Herstellung der Zeitschrift zu besprechen.
In der Vorstandssitzung vom 3. Mai 1987 konnte ich berichten, dass Hugo Matthaes sich bereit erklärt hatte, mit seinem Verlag die kompletten Kosten für die technische Herstellung der Zeitung zu übernehmen.
Die Meistervereinigung stimmte ihrerseits zu, dass einzelne Beiträge und Berichte des „Meisterbriefes“ in der „Allgemeinen Hotel- und Gaststättenzeitung“ (AHGZ), dem vom Matthaes-Verlag herausgegebenen bundesweiten Fachorgan für die Branche, übernommen werden dürfen.
Dieter Wägerle hatte als Redakteur den sehr fachkundigen Journalisten Dietmar Pleil gewonnen.
In einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Dieter Wägerle, Dietmar Pleil, Eugen Heubach, Walter Hofmann, Rainer Mohr und Jochen Moosmann, wurde am 15.Oktober 1987 im Restaurant Stumpenhof in Plochingen, der Rahmen der Zeitschrift festgelegt:
„Der Meisterbrief“ erschien ab Dezember 1987 mit einem Umfang von 8 Seiten in schwarz-weiß in einer Auflage von 2500 bis 3000 Stück.
Pro Jahr erschienen drei bis vier Ausgaben. Die Verteilung erfolgte an die Mitglieder, Selbstständige erhielten zum Auslegen für Gäste mehr Exemplare.
Darüber hinaus wurden Fachverbände des Gastgewerbes im In- und Ausland und Persönlichkeiten des Gastgewerbes mit dem „Meisterbrief“ beliefert.
Firmen hatten die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten. Ziel der Zeitschrift war (und ist bis heute) die Informationen über die Aktivitäten der MVG, die Behandlung von aktuellen Themen, die Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit der MVG sowie die Vorstellung von Mitgliedsbetrieben.
So erschien die 1. Ausgabe im Dezember 1987 und fand bei allen Mitgliedern, Freunden und Gönnern der MVG sehr großen Anklang.
Weitere Ausgaben folgten wie geplant und konnten durch Unterstützung von Unternehmen mit ihren Werbebeiträgen ohne Belastung der Vereinskasse in Druck gehen, zeitweilig wurden sogar Überschüsse erwirtschaftet.
Die erste farbige Ausgabe wurde als Doppelausgabe für die Intergastra 1990 mit 16 Seiten aufgelegt. Auch diese und weitere Farbausgaben wurden vom Matthaes Verlag, der Satz und Druck beisteuerte, gesponsert.
Die Zeitschrift „Der Meisterbrief“ hat wesentlich dazu beigetragen, die Meistervereinigung Gastronom zu einer in der Öffentlichkeit bekannten Marke zu machen, über die auch in den Medien vermehrt berichtet wurde.
Mit der Umbenennung der Zeitschrift in „Meistermagazin“, die 2002 unter dem MVG-Vorsitzenden Karl Knipp erfolgte, wurde die Profilierung des Heftes als Gästemagazin weiter gestärkt.
Schon einige Jahre zuvor erfolgte der Start der Kommunikation im Internet, wo sich die MVG heute unter www.meistervereinigung.de modern und zeitgemäß präsentiert.