
Weiterentwicklung der MVG-Ausstellermannschaft
Die weitere Entwicklung der Ausstellermannschaft der Meistervereinigung Gastronom Baden-Württemberg wurde entscheidend von Dieter Wägerle geprägt. Neben dem Teamaufbau initiierte er gezielte Weiterbildungsmaßnahmen, um die Kreativität und Genauigkeit für Wettbewerbe wie auch für den Küchenalltag zu stärken. Gemeinsam mit Karl Brunnengräber entstand so eine dynamische Mannschaft, die bei Messen in Nürnberg, Karlsruhe und besonders auf der Intergastra in Stuttgart ihr Können präsentierte.
Nach dem Leitsatz „Wissen und Können erweitern den Horizont“ stellten sich MVG-Köche europaweit Leistungsvergleichen – u. a. in Basel, Luxemburg und Prag. Die Ausstellermannschaft zählte damals zu den leistungsstärksten in Europa. Ein Meilenstein war der Bundesvergleich 1986 in Frankfurt: Unter Leitung von Wägerle, mit Öchsle, Kottmann und Ebermann, erzielte das MVG-Team den 2. Platz, direkt hinter Niedersachsen.
Zwischen 1988 und 1992 erreichte dieses Team seine größte Stärke. Die IKA 1988 in Frankfurt – mit einem fünftägigen, täglich wechselnden Präsentationsstand – setzte neue Maßstäbe. Die MVG-Küchenmeister spielten nun auf internationalem Top-Niveau. Bereits vor 1990 qualifizierten sich starke Regionalteams – wie das MVG-Team aus Baden-Württemberg – bei der „kleinen IKA“ für das Nationalteam. Dank wiederholter Erfolge galt das MVG-Team als feste Größe, intern waren wir scherzhaft als „Kochmafia“ bekannt.
Mit der Wiedervereinigung 1990 wurde in Bad Überkingen ein bundesweites Nationalteam gesucht – über 40 Küchenmeister nahmen an der Auswahl teil. Daraus formierten sich unter August Kottmann das erste Nationalteam und unter Jörg Ebermann ein Regionalteam Baden-Württemberg. Da die Leistungsunterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern groß waren, stellte der Verband der Köche Deutschlands (VKD) ein einheitliches Team auf. MVG-Mitglieder übernahmen dabei zentrale Rollen: Kottmann als Teamchef, Widmann als Teamleiter, begleitet von Scherr, Göhner und Konditor Ulrich. Bei der IKA-Kocholympiade in Frankfurt belegte das Team den 3. Platz weltweit.
Auch in der Nachwuchsförderung war die MVG aktiv: Auszubildende, etwa von der Landesberufsschule Bad Überkingen, sammelten als Helfer bei Ausstellungen wertvolle Erfahrungen. Unter Klaus Stahl nahm eine Jugendmannschaft mit Alexander Munz und Andreas Müller an einem Wettbewerb in Toronto teil – mit großem Erfolg. August Kottmann brachte das MVG-Credo auf den Punkt: „Nicht für Medaillen wird ausgestellt, sondern für die eigene Weiterentwicklung – daraus entstehen Erfolge.“
Der erfolgreichen Historie der MVG-Ausstellermannschaft konnte in dieser Epoche ein weiterer Meilenstein hinzugefügt werden und so die Basis für eine erfolgreiche Zukunft gelegt werden.
